WIE GING´S LOS?

Anfang Dezember 1976rief unerwartet eines Abends der Testamentsvollstrecker von Heinz Volderauer, Rechtsanwalt Walter Riß, den damaligen stellv. Bereitschaftsleiter der Bergwacht Oberstdorf, Max Zellhuber, an und informierte über eine auf die Bergwacht zukommende Erbschaft. Der Anruf sollte ein Glücksfall für die Bergwacht Oberstdorf werden, vergleichbar mit dem Anruf einer Lotteriegesellschaft: Sie haben sechs richtige im Lotto!

Die Freude über diese Erbschaft war riesig. Vor allem auch, weil bis zu jenem Zeitpunkt Gelder überwiegend nur über Spenden an die Bergwachtmitglieder der Bereitschaft zuflossen. Es war damals die Zeit eines großen Investitionsstaus. Die Gemeinde sah zwar die Notwendigkeit der Unterstützung, die Zuschüsse reichten jedoch nicht aus, um die finanzielle Not zu wenden. Zwar wurden einige Gespräche mit Gemeinde- und Tourismusverantwortlichen bezüglich der Finanzierung eines hauptamtlichen Mitarbeiters geführt. Letztendlich waren aber dafür doch keine Finanzmittel vorhanden. So wäre damals beinahe alles beim Alten geblieben. Die Erbschaft von Heinz Volderauer änderte die Situation der Bergwacht Oberstdorf grundlegend.

Bis zur Gründung der Stiftung waren zwar noch einige Hürden zu nehmen, aber mit dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit vor Augen war der Weg jeden Schritt wert. 1981 war es endlich soweit. Die Stiftung wurde mit Genehmigungsurkunde am 5. August 1981 durch das Bayerische Staatsministerium des Innern genehmigt.

Damit war der Weg frei, im Rahmen der neuen finanziellen Möglichkeiten lang gehegte Wünsche zu realisieren. Ein hauptamtlicher Mitarbeiter zur Entlastung von Bereitschaftsleitung, Gerätewartung und privaten Telefondiensten konnte bei der Stiftung angestellt werden. Eine verbesserte Geräteausstattung kam den Verunfallten sofort zu Gute. Die räumlichen Verhältnisse wurden durch Umbaumaßnahmen optimiert.
Für die aktiven Bergwachtmitglieder ergaben sich neue Perspektiven des Helfens.

Die Heinz Volderauer Stiftung unterstützte die Bergwacht Oberstdorf in den letzten dreißig Jahren mit rund 770.000 Euro.